Vertreter
des Studierendenverbandes DieLinke.SDS haben unter Protest den
Bolognagipfel verlässen. Studierende rufen stattdessen zum Protest
gegen die Bildungspolitik von Ministerin Schavan auf
Anlässlich
des Scheitern des heutigen Bolognagipfels erklären Ben Stotz und
Stefanie Graf, die für den Studierendenverband Die Linke.SDS
teilgenommen haben: »Schavans
Bologna-Gipfel ist gescheitert. Die angeblichen Reformen wie die
Abschaffung von Anwesenheitslisten kosten nichts und sind heutzutage
eine Selbstverständlichkeit. Über echte Veränderungen wurde mit
der Ministerin nicht einmal geredet. Sie war nicht bereit über ein
Verbot von Studiengebühren zu diskutieren, die eine enorme Belastung
für viele Studierenden darstellen. Auch der Kernforderung der
Studierenden nach einem Recht auf ein Masterstudium für alle
Bachelor-Studierenden, verweigert sich die Ministerin.
Die
0,4 Milliarden jährlich, die Frau Schavan im Hochschulpakt
zusätzlich zur Verfügung stellen will, werden angesichts der
doppelten Abiturjahrgänge und dem enormen Personalmangel in den
Hochschulen unbemerkt versiegen. Mindestens das Vierfache wäre
notwendig, um nur die gröbsten Probleme zu beseitigen. Stattdessen
schenkt die Bundesregierung durch die Griechenland-Milliarden den
Banken erneut ein Vielfaches von dem, was ihr die Bildung wert ist.
Im
November des letzten Jahres versprach HRK-Präsidenin Wintermantel,
gemeinsam mit den protestierenden Studierenden und anderen
Beteiligten einen Gipfel zur Aufarbeitung und Korrektur der
verkorksten Hochschulreformen auszurichten. Frau Schavan hat
anschließend die Organisation an sich gerissen und selbst über
Themen und Inhalte entschieden.
Für
diese Show sollten die protestierenden Studierenden heute die
passende Kulisse bieten. Dafür stand der SDS jedoch nicht zur
Verfügung. Deshalb haben wir die Konferenz vorzeitig verlassen und
rufen dazu auf, am 9. Juni erneut auf die Straße zu gehen. Wir
werden weiter protestieren, bis die Politik tatsächlich auf die
Forderungen des Bildungsstreiks eingeht.«
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