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5. Juli 2007: Regierungserklärung zu Reformen |
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"Wir erleben den Aufschwung für alle", behauptete
Bundeswirtschaftminister Glos in seiner heutigen Regierungserklärung.
Das Institut für
Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) kommt zu einem ganz anderen
Ergebnis.
Längere Arbeitszeiten, aber weniger und
schlechtere neue Jobs als im letzten Aufschwung - das seien die
Wirkungen der "Reformen" am Arbeitsmarkt, so das Institut.
Unter Berufung auf das IMK stellt die Dienstleitungsgewerkschaft ver.di fest: Im derzeitigen Aufschwung gäbe es "400.000 mehr
Jobs für Beschäftigte; die Hälfte Leiharbeit.
Die ist für Unternehmer billiger.
Hinzu kommen 150.000 neue Selbständige.
Viele davon mit geringem Einkommen
und in ständiger Existenzunsicherheit." Hartz IV und die anderen "Reformen" seien nicht die Ursache für den
Konjunkturaufschwung.
Der gegenwärtige Aufschwung zeichnet sich laut ver.di durch Verlängerung der regulären Arbeitszeit, mehr Überstunden und mehr Plusstunden auf den Arbeitszeitkonten aus. Überstunden würden zudem oft nicht bezahlt.
Ein Vergleich mit dem letzten Konjunkturaufschwung Ende der 1990er Jahre zeigt den Charakter des aktuellen "Aufschwungs": Damals stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 1,4 Millionen. Jetzt nur um 550.000. "Bevor Unternehmer neu einstellen, holen
sie lieber das letzte aus den bereits Beschäftigten
heraus", so ver.di weiter.
Mehr im Internet:
Ausführlichere Informationen zum gegenwärtigen Aufschwung: "Der Aufschwung - nicht alles Gold, was glänzt", ver.di "Wirtschaftspolitische Informationen" 3/2007 (PDF, 152 KB)
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