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16.05.11: Nordafrika |
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Imperialismus im Zeichen der Revolution |
Der Westen hat eine lange Geschichte
blutigen Eingreifens im Nahen Osten. Richard Seymour diskutiert die
Strategien imperialer Mächte zur Kontrolle der Region nach den neuen
Revolutionen
 Das US-Kriegsschiff USS Barry feuert eine Rakete auf Libyen ab (Foto: DoD photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Jonathan Sunderman, U.S. Navy) »Du kommst sehr viel weiter mit einem
freundlichen Wort und einem Gewehr«, hat Al Capone angeblich gesagt,
»als mit einem freundlichen Wort allein.« Das ist etwas, das die
Regierung der USA gut versteht. Im Jahr 2009 wurde Senator George
Mitchell nach Tunesien geschickt, um dem Diktator Sine El Abidine Ben
Ali Präsident Obamas Anerkennung zu übermitteln. Obama ließ seinen
Worten Taten folgen, indem er noch im selben Jahr für die Zustimmung
des Kongresses zum Verkauf von Militärausrüstung an Ben Ali sorgte.
Im November 2010 äußerte
Außenministerin Hillary Clinton ihre Anerkennung für den
ägyptischen Diktator Husni Mubarak, dessen Beziehungen zu den USA
»ein Eckpfeiler der Stabilität und Sicherheit« seien. Monate
später, als die Proteste gegen das Regime ausbrachen, betonte Joseph
Biden, stellvertretender Präsident der USA, dass Mubarak ein
»Verbündeter« Amerikas sei und keineswegs ein »Diktator«. Tony
Blair, Nahostgesandter des Quartetts aus UNO, EU, USA und Russland,
beschrieb den Diktator als »außerordentlich mutig und eine Kraft
des Guten«.
Undankbare Tunesier
Der ägyptische Staat war seit
Unterzeichnung des Camp-David-Abkommens von 1978, womit Ägypten sein
Bündnis mit Israel bekräftigte und so auch mit den Kräften der
Region, die den USA freundlich gesinnt sind, glücklicher Empfänger
von Geldern, Waffen und Folterausrüstung. Gestützt auf dieses
Arsenal konnte Mubarak seit 1981 die Kontrolle über das Land
aufrechterhalten. Er schluckte auch die Medizin des Internationalen
Währungsfonds, die Massenarbeitslosigkeit und Verarmung von
Landarbeitern zur Folge hatte. Und was die USA und ihre Verbündeten
betraf, war das alles bestens, gut genug für die Araber.
Die undankbaren Tunesier und Ägypter
antworteten allerdings, indem sie ihre Diktatoren in die Wüste
schickten. Besonders bemerkenswert war die deutlich hervortretende
Rolle der Arbeiterklasse in jedem dieser Aufstände. Gewerkschaften,
bis dahin ein fester Bestandteil von Ben Alis Regime, übernahmen die
Führung in der tunesischen Revolution, als der Gesellschaftsvertrag
zwischen dem Regime und den Arbeiterinnen und Arbeitern
zusammenbrach.
Streiks in Ägypten
In Ägypten standen am Anfang des
Gärungsprozesses, der schließlich zum Aufstand vom Januar 2011
führte, die Streiks und Unruhen in den Textilfabriken von Mahalla.
Die Ausweitung der Streiks auf die Ölindustrie, auf
Regierungsverwaltungen, die Suezkanalgesellschaft, die Eisenbahnen
und den Gesundheitsektor war entscheidend für die Lähmung der
Regierung Mubarak und die Spaltung seiner Basis unter der
Oberschicht. Wichtig ist auch, dass diese Streiks politisch waren,
häufig zielten sie darauf ab, einen Günstling von Mubaraks
Regierungspartei NDP aus der Betriebsführung zu entfernen.
Ebenso erstaunlich war die Entstehung
von Formen politischer Organisation, die auf die Möglichkeit einer
radikal anderen Gesellschaft verwiesen. Der Tahrir-Platz in Kairo
wurde in eine Kommune des 21. Jahrhunderts verwandelt, eine voll
funktionierende Stadt in der Stadt, die lebendige Alternative zum
Ägypten unter Mubarak. Überall entstanden Volkskomitees, um die
Probleme der Gemeindeorganisation und Sicherheit zu lösen.
Obamas Ausflüchte
Obwohl die USA beide Regime bis zur
letzten Minute unterstützten, stürzten diese verblüffend schnell.
Obamas anschließende Predigten über Freiheit als halbgar zu
bezeichnen, wäre noch zu freundlich - es waren kaum angemessene
Ausflüchte. Washington war dabei, seine wertvolle Hegemonie im Nahen
Osten zu verlieren.
Unterdessen begann sich auch in Libyen
etwas zu regen. Im Januar hatten Dissidenten Proteste gegen
Korruption und Wohnungsmangel vor allem in den Städten der Ostküste
und in Städten wie Benghasi und Darnah organisiert. Aber einige
politische Aktivisten fingen an, angesichts der spektakulären
Revolutionen in den Nachbarländern auf mehr zu drängen. Anfang
Februar begannen Menschenrechtsaktivisten wie der Journalist Dschamal
al-Hadschi und der Anwalt Fathi Terbil Proteste für größere
politische Freiheiten zu organisieren. Am Abend des 15. Februar, der
Nacht, in der die Revolte begann, hatte die Polizei Demonstranten in
Benghasi schwer geschlagen und verletzt.
Aufstand in Libyen
Normalerweise hätte die Kombination
aus Drohungen und Unterdrückung ausgereicht, jeden zu isolieren, der
dumm genug war, zu protestieren. Aber im Nachklang der Revolution vom
Tahrir-Platz verbreiteten sich die Proteste bis hin in eher
regierungstreue Städte wie al-Bajdah. Stämme wie die Barassa, die
bisher das Personal für den Sicherheitsapparat stellten, setzten
sich ab. Sogar Flügel der örtlichen Staatssicherheit und der
Polizei brachen mit dem Regime. Exilpolitiker in der Nationalen
Konferenz der Libyschen Opposition planten zusammen mit Dissidenten
einen »Tag der Wut« am 17. Februar. An diesem Tag ließ die
Regierung Scharfschützen auf die Protestierenden los und verwandelte
einen politischen in einen bewaffneten Kampf.
Am 25. Februar sah es so aus, als wäre
Libyen fast vollständig in der Hand der Opposition, abgesehen von
der Hauptstadt Tripolis und Gaddafis Heimatstadt Sirte. Ein
Übergangsrat wurde gebildet, hauptsächlich bestehend aus
Abtrünnigen der Oberschicht und des Regimes - Armeebeamte,
Politiker, Geschäftsleute, Akademiker und andere Freiberufler -,
der versuchte, die am Aufstand beteiligten verschiedenen
gesellschaftlichen Kräfte zu bündeln.
Zerstrittene Opposition
Gaddafi hatte jedes Anzeichen von
organisierter Opposition zu seinem Regime unterdrückt, weshalb die
Zivilgesellschaft, die jetzt in den Aufstand trat, über keine
Gewerkschaften oder politischen Parteien verfügte, um die Opposition
anzuführen. Volkskomitees entstanden überall im Land, aber sie
stellten zersplitterte Formen von Volksmacht dar. Unter diesen
Umständen war es nur natürlich, dass eine gut organisierte Elite
versuchte, das Vakuum zu füllen. Ihre Hoffnung, Delegationen aus dem
ganzen Land zu bekommen, erfüllte sich jedoch nicht, sie konnten der
Revolte den Stempel ihrer Autorität nicht aufdrücken und sich auch
nicht über die städtischen Zentren der Ostküste hinaus ausweiten.
Zudem setzte sich der Rat personell
weiterhin aus der Oberschicht zusammen, die zu Streitereien über
Strategien neigte und zu individuellen Machtkämpfen insbesondere
zwischen Mahmud Dschibril, der Gaddafis Privatisierungsprogramme
koordinierte, dem ehemaligen Justizminister Mustafa Abd al-Dschalil
und dem ehemaligen Innenminister General Adul Fatah Junis. Als
Chalifa Hefta später aus den USA dazukam, gab es weitere Spaltungen,
weil er die Führung über die Aufständischenarmee übernahm. Hefta
war einst Verbündeter Gaddafis, der mit dem Regime jedoch im Jahr
1987 brach und wie es heißt seit Langem enge Verbindungen zur CIA
hat.
Trotz der frühen militärischen
Erfolge dauerte es nicht lange, bis Gaddafi wieder die Oberhand zu
haben schien, und die Schwächen des Aufstands zeigten sich in aller
Brutalität. Wichtige Stämme wie die Warfalla, die zunächst
anscheinend die Rebellen unterstützt hatten, stellten sich wieder
auf die Seite Gaddafis. Und das gab den USA und einigen ihrer
europäischen Verbündeten die Gelegenheit zu einer Strategie, die
ihnen zuvor verwehrt war. Sie konnten Kontrolle über diesen Prozess
übernehmen und ihn nach eigenen Interessen gestalten.
Imperialer
Staffellauf
Die Frage der Kontrolle des Nahen
Ostens hat die US-amerikanischen politischen Entscheidungsträger
beschäftigt, seit das britische Kolonialreich in Konkurs ging. Der
Zweite Weltkrieg hatte den britischen Kapitalismus in eine heikle
Lage gebracht: die Kolonialverwaltung versuchte eine Reihe Aufstände
gegen die Kolonialherrschaft einzudämmen. In einigen Fällen nutzten
die USA dieses Dilemma nur zu gerne.
In Ägypten beispielsweise duldete
Washington den Aufstand der Freien Offiziere unter Nassers Führung
gegen den britenfreundlichen Monarchen König Faruk im Jahr 1952.
Dagegen unterstützte Washington einen anderen, Großbritannien
nahestehenden Herrscher, King Idris von Libyen, bis die Freien
Offiziere der Königlich Libyschen Armee ihn im Jahr 1969 stürzten.
Der Unterschied zwischen dem Jahr 1952 und 1969 bestand darin, dass
inzwischen unabhängige Nahoststaaten eine alarmierende Neigung zur
Verstaatlichung ihrer Ressourcen hatten, insbesondere des Öls.
Östlich des
Suezkanals
Das Ganze wurde noch schwieriger für
die USA, als auf dem grauenvollen Höhepunkt des Vietnamkriegs das
Britische Empire seine Verantwortung »östlich des Suez« aufgab.
Die britische Marine, die bis dahin ein Netz aus regionalen, auf das
Pfund Sterling gestützten Marionettenregimen geschützt hatte, wurde
folglich vom Golf abgezogen. Die »Einsatzkräfte Nahost« der
US-amerikanischen Marine übernahmen diese imperialen Pflichten, und
statt der Sterlingpatronage kam die Dollardiplomatie.
In der Welt nach dem Kalten Krieg
versuchten die Rechten in den USA, die Abwesenheit eines ernsthaften
Konkurrenten auszunutzen, um die Region nach US-Interessen
umzugestalten. Sie setzten den Sturz Saddam Husseins auf die
Tagesordnung, schmiedeten dafür ein Bündnis und errichteten auf den
Trümmern des alten einen US-freundlichen Staat des »freien
Marktes«.
Schaden reparieren
Der Höhepunkt dieses Unternehmens
brachte die erste ernsthafte Delle in Washingtons regionaler
Hegemonie, die ersten schwereren Brüche in der euro-amerikanischen
Allianz und die ersten Zeichen russischer Wiederbehauptung. Obamas
Mission bestand darin, diesen Schaden zu reparieren, aber er hatte
das Pech, gerade zu dem Zeitpunkt die Führung über das
US-amerikanische Reich zu übernehmen, als es vor seinen größten
Krisen stand.
Die USA haben lange den libyschen Staat
durch Sanktionen und Bombardierungen zu destabilisieren versucht,
aber um das Jahr 2000 herum hatten sie allen Grund anzunehmen, dass
Gaddafi für immer bliebe. Seit der Revolution hatte Gaddafis Regime
geschickt durch Günstlingswirtschaft die Unterstützung der
konservativen Landeliten, Unternehmer im Öl-, Banken- und
Importgeschäft und der technokratischen staatlichen
Unternehmensdirektoren erlangt. Drei wichtige Stämme - die
Gadhadhfa, Warfalla und Margharha - waren das Rückgrat des Regimes
und stellten das Personal der Staatssicherheit. In einer
US-amerikanischen Diplomatendepesche aus dem Jahr 2009, enthüllt von
Wikileaks, wurde Gaddafi Anerkennung gezollt für sein »meisterliches
taktisches Manövrieren«, weil er die verschiedenen sozialen
Schichten gegeneinander ausspielte ebenso wie seine konkurrierenden
Söhne.
Gaddafis Freunde
Als Gaddafi also entschied, dass die
Sanktionen sein Regime zu teuer zu stehen kamen (geschätzte 30
Milliarden Dollar in den 1990er Jahren), und sein Regime wieder
Washington annähern wollte, hatten die USA keinen Grund zu glauben,
dass diese neue Beziehung ihnen um die Ohren fliegen würde. Bush und
Blair begannen Gaddafi im Jahr 2004 Avancen zu machen und die Elite
Libyens begann sich unter ihre euro-amerikanischen Ebenbilder zu
mischen - beispielsweise wurde Gaddafis Sohn al-Islam, Abgänger
der London School of Economics, ein enger Freund des britischen
Prinzen Andrew und des britischen Labour-Politikers Peter Mandelson.
Dennoch waren die USA nicht so eng
verbandelt mit dem libyschen Regime, um das Bündnis nicht aufgeben
zu können. Die ehemaligen Regimeelemente, die sich an die Spitze der
Revolte stellten, gehörten auch zum Bündnis mit den USA und der EU
und waren als »prowestlich« bekannt. Einige Figuren des
Übergangsrats bevorzugten eine Allianz mit den USA, um Gaddafi
schnell zu stürzen. Zum Beispiel erklärte General Abdul Fatah Junis
am 1. März, dass er gezielte Luftangriffe gegen Gaddafis Kräfte
begrüßen würde, aber nicht den Einmarsch von Bodentruppen.
Aber die gesellschaftlichen Kräfte,
von denen die Revolte ausging, waren nicht sofort gewillt, diesen
Schritt zu akzeptieren. Als US-Politiker und Sicherheitsexperten über
eine Intervention zu reden begannen, tauchten Parolen in von den
Rebellen kontrollierten Gebieten auf, die lauteten: »Kein Eingreifen
ausländischer Mächte«. Hafis Ghoga vom Übergangsrat war ebenso
deutlich: »Wir sind absolut gegen ein ausländisches Eingreifen. Das
übrige Libyen wird vom Volk befreit und Gaddafis Sicherheitskräfte
werden vom libyschen Volk eliminiert.« Als Einheiten des britischen
Special Air Service (SAS) am 6. März in Benghasi eintrafen, um ihre
Hilfe anzubieten, wurden sie verhaftet aus Sorge, dass Gaddafi
Unterstützung bekommen würde, wenn er den Aufstand als
imperialistische Verschwörung darstellen könnte.
Die Schwächen der
Aufständischen
Erst als der Aufstand in wichtigen
Städten wie Sawija schwere militärische Rückschläge erlitt,
begann das Argument für ein imperialistisches Eingreifen Gehör zu
finden. Als die Rebellen die Vorstellung von einer Revolte, die nach
Tripolis und Sirte überspringt und das Regime entscheidend schwächt,
aufgeben mussten, schien imperialistische Hilfe eine Möglichkeit zu
sein, die Schwächen des Bündnisses der Aufständischen
auszugleichen. Die US-amerikanische Regierung schien gespalten zu
sein über die Frage des militärischen Eingreifens. »Realisten«
wie Verteidigungsminister Robert Gates waren dagegen und liberale
Falken wie die Botschafterin bei der UNO, Susan Rice, dafür.
Der Chef des Afrikakommandos der USA
(Africom), General Carter Ham, der die ersten Luftangriffe
koordinierte, plauderte später aus, dass er das Eingreifen der USA
nicht für ideal hielt. Wenn überhaupt, dann schienen
Großbritannien und Frankreich eine Intervention sehr viel
aggressiver zu verfolgen als die USA. Am 17. März jedoch hatten die
USA entschieden, ein aggressives, von der UNO abgesegnetes Eingreifen
zu unterstützen. CIA-Kräfte und Spezialeinheiten waren bereits vor
Ort, um Verhandlungen mit den Rebellen zu führen, und Luftangriffe
wurden gerechtfertigt mit dem Argument, dass Gaddafi ein unsägliches
Massaker anrichten werde, wenn er Benghasi erobere.
Das neue
Musterreich
Es ist durchaus denkbar, dass Gaddafis
Kräfte weiterhin mit aller Brutalität den Aufstand zu ersticken
versuchen würden, aber es scheint eher unwahrscheinlich zu sein,
dass dies die Form eines »Völkermords« angenommen hätte, vor dem
einige, wie der zu den Rebellen übergelaufene Botschafter Ibrahim
Dabbaschi, gewarnt hatten. Der Vorwand, im Namen der Menschenrechte
einzugreifen, hat die wahre politische Dimension verschleiert. Wenn
es darum ging, Blutvergießen zu vermeiden, dann gab es die Option
einer ausgehandelten Einstellung der Feindseligkeiten. Gaddafi war
immer bereit zum Frieden, vorausgesetzt, er behielte die politische
Kontrolle über Libyen. Die Frage stellte sich also, ob die
Revolution Erfolg haben sollte und ob Volkskräfte Libyen regieren
sollten.
Im Nahen Osten unterstützten die USA
wie in Tunesien und Ägypten die gegenrevolutionären Kräfte im
Jemen und in Bahrain. Deshalb muss jedes Eingreifen seitens der USA
als Teil ihrer Gesamtantwort auf die Revolutionen der Region bewertet
werden. Die USA blicken auf eine lange Geschichte des Eingreifens in
revolutionäre Situationen zurück, wobei sie eine Marionettenelite
schufen, die sich der Volksinitiative bemächtigte. In dem Moment,
als die Nato faktisch das Tempo des libyschen Kampfs zu bestimmen
begann und ihre Geheimdienste und Spezialkräfte die Strategie vor
Ort diktierten, stand der Prozess nicht mehr unter Kontrolle der
Massen. Die Revolution wurde gekapert.
Bis zu diesem Moment bestand
Washingtons Muster für eine »Befreiung« im Nahen Osten aus
Massengräbern und Folterkammern, wie es sie im Irak schuf. Die
Regierung Obama versucht jetzt angesichts des revolutionären
Aufschwungs ein neues Modell anzubieten. Zunehmend deuten alle
Zeichen auf eine Verhandlungslösung, bei der Gaddafi rausgehalten
werden soll, die Grundzüge des Regimes aber erhalten bleiben. Das
lässt das »Weg zum Frieden« genannte Dokument vermuten, das Obama,
Cameron und Sarkozy unterzeichnet haben. Wenn es dazu kommt, wird das
Land auf typisch imperiale Weise zerstückelt werden. Das wäre dann
kein Sieg für die libyschen Revolutionäre, sondern ihre sichere
Niederlage.
Zu diesem Text:
Dieser Artikel erschien zuerst in der
Mai-Ausgabe des britischen Magazins Socialist Review.
Aus dem Englischen von Rosemarie Nünning.
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