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Angriff auf die 35-Stundenwoche in der Druckindustrie |
In der hessischen Druckindustrie läuft ein größerer Tarifkonflikt, ausgelöst durch einen Angriff der Arbeitgeber auf die 35-Stunden-Woche. marx21 dokumentiert dazu die Erklärung des Landesvorstands der LINKEN in Hessen:
 Foto: Luthfah Rahman
Fast auf den Tag genau vor 27 Jahren begannen die Tarifverhandlungen zur Arbeitszeitverkürzung in der Druckindustrie, die in der 35-Stunden-Woche mündeten. Der Kampf um die Arbeitszeitverkürzung betraf alle Wirtschaftsbereiche und war ein gemeinsames Projekt der Gewerkschaften. Die Arbeitszeitverkürzung hat in vielen Branchen bestehende Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen, der steigenden Arbeitsbelastung durch Beschränkung der Arbeitszeit Grenzen gesetzt, den Beschäftigten mehr Zeit für Familie, Bildung und Kultur gesichert.
Arbeitszeitverkürzung ist ein Mittel, um der fortlaufenden Vernichtung von Arbeitsplätzen
durch die steigende Produktivität bei stagnierenden Märkten Einhalt zu gebieten. Die
Arbeitgeber haben den positiven Tendenzen der Arbeitszeitverkürzung massiv entgegen
gewirkt: Sie haben die Arbeit verdichtet und die Arbeits- und Leistungsbedingungen verschärft.
Sie
haben die Massenarbeitslosigkeit missbraucht, um niedrigere Tarife
abzuschließen. In vielen Bereichen haben sie sich überhaupt geweigert,
Tarifverträge abzuschließen, ja zum Teil erkennen sie nicht einmal
bestehende Tarife an. Nun blasen die Arbeitgeber auch im
gewerkschaftlich gut organisierten Bereich der Druckindustrie zum
Generalangriff:
Im Vorfeld zur diesjährigen Tarifrunde der Druckindustrie hat der Bundesverband Druck und
Medien (bvdm) am 18. Januar 2011 auf seiner Jahrespressekonferenz die Zukunft des
Manteltarifvertrages zu einer Schicksalsfrage der Druckindustrie erklärt. Diesmal geht es um die 35-Stundenwoche.
Eine
Arbeitszeitverlängerung von 35 auf 40 Stunden würde allein in der
Druckindustrie mehr als 22.700 Arbeitsplätze vernichten. Dies hätte auch
eine negative Signalwirkung für viele andere Branchen, in denen sich
Gewerkschaften tagtäglich gegen weitere Arbeitszeitverlängerungen und
andere Verschlechterungen wehren müssen.
Solidarität ist dringend
geboten. „Die herrschende Meinung, ist immer die der Herrschenden",
daher benötigen wir eine breite gesellschaftliche Gegenöffentlichkeit,
um den Kampf zur Verteidigung der 35-Stundenwoche in der Druckindustrie
zu führen.
DIE LINKE. Hessen erklärt sich bei dem bevorstehenden Arbeitskampf mit den Kolleginnen
und
Kollegen der Druckindustrie solidarisch: Die LINKE wird die Aktivitäten
von verdi und den Belegschaften zum Erhalt der 35 - Stundenwoche
unterstützen.
DIE 35-STUNDEN-WOCHE MUSS ERHALTEN BLEIBEN!
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