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10.06.11: Ägypten |
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Muslimbrüder am Scheideweg |
Die Revolution am Nil tritt in eine
neue Phase. Der Kairoer Sozialist Sameh Naguib analysiert die
religiösen Kräfte aus Sicht der Linken.
Die derzeitigen Diskussionen von Linken
und Liberalen über die islamistische Bewegung in Ägypten sind von
gewisser Hysterie geprägt. Der Grund dafür liegt unter anderem in
der Tatsache, dass wir uns zwar in der ersten Phase der größten
Volksrevolution in Ägyptens Geschichte befinden, die Kräfte der
Linken aber klein und zersplittert sind, während die
Muslimbruderschaft die größte Organisation der ägyptischen
politischen Szene darstellt. Diese erregte Stimmung hat sich noch
verschärft, weil nun auch die Salafisten und die extremistischen
islamistischen Gruppierungen die politische Bühne betreten haben.
Widersprüchliche Islamisten
Die meisten Linken werfen die
Islamisten unterschiedlicher Ausrichtung einfach in einen Topf, sie
halten sie alle für gleichermaßen reaktionär und
konterrevolutionär. Aber dieser Ansatz ist eine oberflächliche
Verallgemeinerung, die nichts zu unserem Verständnis der
Widersprüche in der islamistischen Bewegung beiträgt. Im Gegenteil
führt sie zu Verwirrung und Frustration, denn wie können wir
erfolgreich den Islamisten etwas entgegensetzen, wenn sie tatsächlich
so organisiert und mächtig sind, wie einige Linke fürchten?
Wichtig ist in der kommenden Phase,
weder die Auswirkungen der islamistischen Bewegung auf die
Revolution, an der Millionen beteiligt waren, zu überschätzen, noch
die Gefahren zu unterschätzen. Wir müssen begreifen, dass ein
großer Teil der Massen die Islamisten nicht unterstützt, sondern
nach Alternativen sucht, und dass dies die einmalige Gelegenheit für
die Linken ist, ihre Anhängerschaft erheblich zu vergrößern oder
Organisationen aufzubauen, wo es noch keine gibt.
Die Bruderschaft in der ersten Phase
Die Bruderschaft war an den
Demonstrationen vom 25. Januar offiziell nicht beteiligt, sie wies
ihre Jugendaktivisten sogar an, sich davon fernzuhalten. Viele junge
Bruderschaftsmitglieder konnten sich der revolutionären Flut jedoch
nicht entziehen und gingen trotzdem auf die Straße. Die Führung kam
sehr schnell unter Druck, als sie begriff, dass die Demonstrationen
sich zu einer Volksrevolution entwickelten, und die Organisation
begann ihre gesamte Anhängerschaft auf die Straße zu bringen.
Mit dieser Wende wurden aber die
Widersprüche und Meinungsverschiedenheiten in der Organisation nicht
aufgehoben. Als der ehemalige Geheimdienstchef und kurzzeitige
Vizepräsident Omar Suleiman sie zu Gesprächen einlud, kam es zu
scharfen Auseinandersetzungen im Leitungsbüro, dem Führungsgremium,
die damit endeten, dass die Bruderschaft die Einladung annahm und wir
zusehen konnten, wie ihre Führungsleute zusammen mit Suleiman und
Rifa'at al-Sa'id, dem Chef der linksgerichteten Sammlungspartei
(Tagammu), unter einem riesigen Bild von Husni Mubarak zusammensaßen.
Das brachte der Führung bei ihren
jungen Aktivisten, die auf der Straße gegen die Schläger und die
Staatssicherheit gekämpft hatten, wenig Sympathie ein. Sie zwangen
ihre Führung, die Gespräche einzustellen, und diese behauptete, die
skandalösen Treffen hätten ausschließlich stattgefunden, um an
Informationen zu kommen.
Typische Schwankungen
Die Bruderschaft war zu Beginn keine
konterrevolutionäre Kraft, aber sie konnte sich auch nicht ohne
Schwankungen und Spaltungen an der Revolution beteiligen. Das
Leitungsbüro agierte vor allem aufgrund des Drucks verschiedener
Strömungen in der Organisation und nicht aufgrund einer
prinzipiellen Unterstützung der Revolution. Insbesondere wegen des
unglaublichen Drucks der Bruderschaftsjugend, die während der
Revolution Teil der Massen auf der Straße wurde, musste sie handeln.
Diese Schwankungen und Widersprüche
sind für die Bruderschaft nichts Neues, wie die gesamte Geschichte
der Organisation zeigt, von der Gründung durch Imam Hassan al-Banna
bis heute. Ende der 1940er Jahre gelang es der Monarchie, den Kern
der Organisation zu zerstören, trotz ihrer Stärke und ihrer halben
Million Mitglieder, indem sie die scharfen Meinungsverschiedenheiten
in der Organisation und das Schwanken der Führung im Kampf gegen das
Regime ausnutzte. Zu einer ähnlichen Krise kam es in den ersten
Jahren der Revolution der Freien Offiziere vom Juli 1952, als die
inneren Spaltungen und die schwankende Führung dem Regime Nassers
die Möglichkeit verschaffte, die Bruderschaft zu zerschlagen.
Gegensätzliche Klassen
Dieses ständige Schwanken zwischen
Opposition und Kompromiss, zwischen Eskalation und Stillhalten liegt
in der Natur der Bruderschaft als religiöse Volksgruppierung, in der
sich Flügel des städtischen Bürgertums, des traditionellen
Kleinbürgertums und der modernen Mittelschicht (Studenten und
Universitätsabgänger), Arbeitslose und viele Arme gesammelt haben.
Diese Struktur ist in Zeiten politischer und sozialer Ruhe stabil,
aber verwandelt sich in Zeiten großer Veränderungen in eine
Zeitbombe, wenn es fast unmöglich wird, die unterschiedlichen
widerstreitenden gesellschaftlichen Interessen unter einer breiten
und vagen religiösen Botschaft zu vereinen.
Diese Widersprüche zeigen sich auch in
der Haltung der Gruppe zum Kolonialismus und Zionismus. Wir können
Differenzen feststellen zwischen denen, die das Abkommen von Camp
David, den Friedensvertrag mit Israel, ganz aufkündigen wollen, und
jenen, die erklären, dass die Bruderschaft alle internationalen
Verträge achtet. Wir können Reden finden, die sich scharf gegen den
US-amerikanischen Kolonialismus wenden, während andere
Bruderschaftsmitglieder sich regelmäßig mit US-Beamten treffen (in
einem der Wikileaks-Dokumente heißt es, dass wiederholte Treffen und
Verhandlungen zwischen den US-Beamten und Muhammad Katatani, einem
Mitglied des Leitungsbüros, stattgefunden haben). Es muss betont
werden, dass es sich dabei nicht einfach um politischen Opportunismus
handelt, sondern um das unvermeidliche Ergebnis der Zusammensetzung
der Gruppe und ihrer inneren Widersprüche.
Die Bruderschaft in der zweiten Phase
Volksrevolutionen bewegen sich schnell
von einer Phase zur nächsten, aber diese Phasen überlappen sich auf
vielschichtige Weise. Was als demokratische Revolution zum Sturz der
Diktatur und der Beendigung von Korruption beginnt, verwandelt sich
blitzschnell, wenn die ursprünglichen Ziele erfüllt sind, und es
folgt eine Vielzahl von Forderungen sozialen und wirtschaftlichen
Inhalts, mit denen auch grundsätzlichere Fragen der Demokratie
aufgeworfen werden. Genau in diesem Moment ändern die politischen
Kräfte plötzlich ihre Positionen. Wer gestern noch ein Revolutionär
war, kann über Nacht zum Feind einer Fortsetzung und Vertiefung der
Revolution werden.
Eben das konnten wir im Fall der
Führung der Muslimbruderschaft erleben. In der Volksabstimmung über
die gegen die Demokratie gerichteten Verfassungszusätze, wie sie vom
Obersten Rat der Streitkräfte vorgelegt wurden, stellte die
Bruderschaft sich an die Spitze einer »Ja«-Kampagne, wobei sie
schamlos Religion als Waffe einsetzte. Uns interessiert hier nicht
das Benutzen der Religion, was keine neue Taktik ist, sondern das
Bündnis zwischen der Führung der Bruderschaft und der Armee, um die
Zustimmung zu den Verfassungszusätzen zu sichern, was eine
Beleidigung für die ägyptische Revolution ist.
Die Vertiefung der Revolution bedeutet,
dass es früher oder später zu einem Zusammenstoß mit der
herrschenden Militärjunta kommen wird. Sie wird dann ihr wahres
Gesicht zeigen als fester Bestandteil des alten Regimes mit all
seiner Gewalt und Bestechlichkeit. Dieses hässliche Gesicht hat sich
schon bei den Verhaftungen, bei Folter und der Zerschlagung von
Demonstrationen und Streiks gezeigt, insbesondere aber, als das
Militär am 8. April mit todbringender Gewalt gegen das Protestlager
auf dem Tahrirplatz vorging.
Die Bruderschaft und die Armee
Zu den großen Demonstrationen an jenem
Morgen hatte die Muslimbruderschaft voll mobilisiert. Sie drängte
darauf, dass der Oberste Rat der Streitkräfte die strafrechtliche
Verfolgung der Symbolfiguren des alten Regimes, insbesondere
Mubaraks, beschleunigte. Als jedoch ein Teil der Menge, wozu auch
eine Gruppe junger Armeeoffiziere gehörte, entschied, ein Sit-in
über Nacht fortzusetzen, versuchte die Bruderschaft verzweifelt die
Position des Militärrats zu verteidigen und scheute sich nicht,
dieselben Lügen zu verbreiten, wie die, dass Soldaten und
Sicherheitskräfte, die das Lager in den Morgenstunden gestürmt
hatten, nicht mit scharfer Munition geschossen hätten.
Tag und Nacht gab die Bruderschaft den
Unsinn über den Patriotismus der Armee und ihrer Führung wieder,
über eine angebliche »rote Linie« um die Armee, über ihre
Bemühungen, die Revolution zu schützen und dass jede Bewegung gegen
die Armee ein Verrat an der Revolution sei. In einer Erklärung auf
der Website der Bruderschaft können wir folgenden Absatz lesen:
»Die Armee versucht einen Grad von
Disziplin in ihren Reihen aufrechtzuerhalten, und das ist auch
richtig so, denn wenn sie ihre eigene Disziplin nicht einhalten kann,
kann sie auch die Menschen nicht schützen. Im Moment ist die Armee
die einzige organisierte Kraft in Ägypten und es liegt nicht in
unserem Interesse, sie zu schwächen. Wir werden auch nicht zulassen,
dass sie von anderen geschwächt wird. Wir wissen, wer so vorgeht und
was ihre Absichten und Ziele sind. Die Muslimbruderschaft will den
Erfolg der Revolution sehen, und wir sind uns völlig im Klaren
darüber, dass die Position unserer großen Armee im Verhältnis zur
Revolution der entscheidende Faktor für ihren Erfolg ist. Denn die
Armee hat den Menschen von der ersten Minute an gesagt: ›Ihr
könnt eure Meinung frei äußern und tagsüber demonstrieren, aber
nicht nachts während der Ausgangssperre, die mehr als einmal auf nur
drei Stunden verkürzt wurde.‹«
Gegen Streiks
In Bezug auf die gesellschaftliche
Vertiefung der Revolution mit der großen Streikwelle, die durch den
Aufstand ausgelöst wurde, nahm die Bruderschaft dieselbe Haltung ein
wie die Regierung und der Militärrat. Sie forderte »die Rückkehr
zur Arbeit, um die ägyptische Wirtschaft zu retten. Die
Muslimbruderschaft ruft alle Flügel des ägyptischen Volks auf, die
Räder der Produktion und Entwicklung nicht stillstehen zu lassen.
Demonstrationen für Teilforderungen sind zwar ein Grundrecht, aber
der Produktion abträglich und schaden der Wirtschaft, insbesondere
da die Revolution auch dazu da ist, den Motor der Wirtschaft am
Laufen zu halten. Die Bürger müssen das Gefühl haben, ihre Opfer
nicht für hohles Geschwätz erbracht zu haben, als sie sich auf die
Suche nach einem würdigen Leben machten. Das ägyptische Volk muss
beweisen, dass es fähig ist zu weiteren Errungenschaften über die
Revolution hinaus, mit anderen Worten: Ägypten aus der
Wirtschaftskrise zu holen.«
Solche Einstellungen sind natürlich
nicht auf die Bruderschaft beschränkt. Liberale Kräfte beteiligen
sich ebenfalls mit großer Begeisterung an diesen Doppelkampagnen:
absolute Unterstützung für den Militärrat und eine erregte
Kampagne gegen Streiks der Arbeiterinnen und Arbeiter, damit »die
Produktion weiterläuft«. Amr Hamsawi, einer der Stars des
Liberalismus, appellierte sogar an die Jugend und an öffentliche
Persönlichkeiten, sich zu organisieren und unter der Arbeiterschaft
Propaganda gegen Streiks zu machen. Eine große Zahl von
Intellektuellen und Revolutionären von gestern stacheln im Rahmen
der Kampagne gegen die zweite Phase der Revolution auf zur
Zerschlagung von Streiks mithilfe der Armee.
Konterrevolutionäre
Schläger
Viele Linke sehen die
Muslimbruderschaft und die Salafisten als zwei Seiten einer Medaille
an, aber das ist falsch. Es stimmt, dass es einen salafistischen
Flügel in der Bruderschaft gibt, und ja, es gibt ideologische
Ähnlichkeiten zwischen ihnen, aber das sollte uns nicht blind machen
für die Besonderheiten des Salafismus und seine derzeitige Rolle bei
dem Versuch, die Revolution zu sabotieren.
Salafisten sind im Moment der
islamische Flügel der »Baltagija«, der konterrevolutionären
Schläger, die die Demonstranten auf dem Tahrirplatz angegriffen
haben, und ihre Beziehungen zum Sicherheitsapparat des ehemaligen
Regimes sind viel wichtiger als ihre Beziehungen zur
Muslimbruderschaft. Seit im Jahr 2006 das Regime Mubarak die
Einrichtung salafistischer Satellitensender zuließ, dürfen sie ihre
vergiftenden Ansichten, einen permanenten Strom reaktionärer,
antichristlicher, frauenfeindlicher Propaganda in den Äther
schicken, auch Agitation gegen Muslime, die ihre Ansichten nicht
teilen, um die Massen zurück ins Mittelalter zu ziehen.
Mit Hilfe der Armee
Fernsehkanäle wie al-Rahma und al-Nas
sind praktisch zu Propagandawerkzeugen für sogenannte salafistische
Prediger wie Muhammad Hassan, Abu Ischaq al-Huwaini und Muhammad
Jakub geworden, die so ihre Ansichten unter breiten Schichten
Jugendlicher verbreiten können. Sie haben diese reaktionären und
gefährlichen Ansichten erfolgreich populär gemacht - zurzeit gibt
es 91 Facebook-Gruppen allein für Muhammad Hassan. Die Programme
dieser Kanäle haben inzwischen die höchsten Zuschauerzahlen in
Ägypten.
All das findet mit der Hilfe der Armee
statt, die die Salafisten ermutigt, nicht nur mit den Muslimbrüdern
zu konkurrieren, sondern auch das religiöse Gesicht der
Konterrevolution zu organisieren. Kein Wunder also, dass es zunehmend
schärfere Angriffe auf Kopten und ihre Kirchen schon vor der
Revolution gab, auch nicht, dass jetzt Salafisten und
Sicherheitskräfte gemeinsam daran arbeiten, ein Klima der
Konterrevolution zu schaffen.
Abstrakter Säkularismus
Einige Linke glauben, dass die
politischen Kräfte in ein säkulares und ein islamistisches Lager
gespalten sind. Einige dieser Linken haben sich sogar dazu hinreißen
lassen, Artikel 2 der Verfassung infrage zu stellen, in dem der Islam
als »Religion des Staats« und »islamisches Recht als Hauptquelle
der Gesetzgebung« festgeschrieben sind. Das war eine wertvolles
Geschenk an die Islamisten, die diese Diskussionen dazu benutzten,
Panikstimmung zu schüren, als ob der Islam selbst in Gefahr sei,
weil die Diskussion über Artikel 2 eröffnet wurde.
Natürlich muss die Linke mit Blick auf
die Trennung von Religion und Staat und zur Verteidigung eines
weltlichen Staats ihre Prinzipien verteidigen. Wir müssen aber auch
wissen, wann und wie wir in die Schlacht ziehen, und mit wem. Der
Säkularismus selbst als abstraktes Prinzip ohne Verbindung mit den
Interessen der Arbeiterklasse und der Armen ist bedeutungslos, und
faktisch dient die Verteidigung des abstrakten Säkularismus einzig
den Islamisten.
Konterrevolution lauert
Die derzeitige Phase der Revolution
erfordert klar zu machen, dass der Oberste Rat der Streitkräfte
gebildet wurde, um der Revolution eine Niederlage beizubringen, da er
Teil des alten Regimes bleibt. Diese Aufgabe erfordert die Vertiefung
der sozialen Seite der Revolution durch Schaffung von Organisationen
an der Basis der Gesellschaft, die im Kampf für die Forderungen der
Arbeiterinnen und Arbeiter und der Bauern eine Rolle spielen. Dies
ist auch die Phase der Revolution, in der wir sehen werden, wie die
Bruderschaft und die Liberalen die Reihen der Revolution verlassen
und zur Konterrevolution übergehen werden.
Es wird jedoch auch eine Phase mit
allen möglichen Wendungen und Spaltungen sein, die die Linke nutzen
muss, um gegen die Konterrevolution vorzugehen. Und während die
Muslimbruderschaft und die Liberalen das Lager wechseln werden,
werden die Überreste der Sicherheitsorgane des alten Systems ihre
Schläger einsetzen und die Salafisten werden gemeinsam mit der
Militärjunta ein Klima von Chaos schaffen.
Klarheit schaffen
Die jetzige Phase wird sehr schwierig
sein, und ihr Erfolg hängt von der Klarheit über die verschiedenen
politischen Kräfte ab, insbesondere über die Muslimbrüder und die
Liberalen, ebenso über die Widersprüche und Spaltungen und Krisen,
die sie zu erwarten haben, wenn sich das wahre Gesicht der
Armeeführung zeigt.
Solange die Massen revolutionär
bleiben und auf ein besseres Morgen und ein Leben in Würde hoffen,
und solange die Linke am Aufbau von Massenorganisationen arbeitet,
von unabhängigen Gewerkschaften über revolutionäre Volkskomitees
bis hin zu radikalen politischen Organisationen, werden die Feinde
der Revolution die Massen nicht hintergehen können, und die
politischen Kräfte, die im Moment mit der Armee im Bunde sind - an
der Spitze die Muslimbruderschaft -, werden zerbrechen.
Zu diesem Artikel:
Der Sozialist Sameh Naguib war schon
gegen Mubarak lange politisch aktiv. Sein Artikel erschien zuerst auf
Arabisch beim Zentrum für sozialistische Studien in Kairo. Dieser
Artikel basiert auf der englischen Übersetzung im britischen Magazin
Socialist Review. Aus dem Englischen von Rosemarie Nünning.
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