Impressum  |  Kontakt 
 Home  Magazin  Medien  marx21-Netzwerk 
 aktuelles Magazin  |  Abo  |  Jahresabo  |  Magazin-Archiv  |  Leserbeiträge  |  Leserbrief schreiben  |  Theoriepublikation 
 
Zur Kongress Homepage
Schwerpunkt: Die arabische Revolution
Afghanistan - Kampagne gegen Krieg
DIE LINKE im Internet
marx21 kooperiert mit:
www.linksnet.de

 
   


 
Schwerpunkt: Gewerkschaften im Klassenkampf | Drucken |
Zurück in die Zukunft
Die Gewerkschaften könnten stärker sein, wenn sie sich ihrer Wurzeln besinnen würden. Yaak Pabst wirft einen Blick zurück in die Gründungsphase der Arbeitnehmerorganisationen und beschreibt, wie Marxisten die gewerkschaftliche Bewegung analysierten.

>> Text als PDF-Datei

Im September 1848 gründen Berliner Tabakarbeiter die „Association der Cigarrenarbeiter Deutschlands" - eine der ersten zentral organisierten Gewerkschaften hierzulande. Sie setzen sich für ein Verbot der Kinderarbeit ein und wollen die mangelhafte Bildung ihrer Mitglieder beheben. Außerdem fordern sie einen Mindestlohn für die Akkordarbeit. Seitdem hat sich viel verändert. Die deutschen Gewerkschaften haben viele soziale Verbesserungen, Umwelt- und Gesundheitsstandards erkämpft. Mittlerweile gehören sie zu den größten Interessenzusammenschlüssen des Landes. 6,8 Millionen Arbeitnehmer sind in Deutschland gewerkschaftlich organisiert. Auch die Bedingungen, unter denen Menschen arbeiten, sind nicht mehr dieselben wie vor 150 Jahren. Neue Berufe sind entstanden, andere ausgestorben. Die „klassischen" Industriearbeiter stellen schon lange nicht mehr die Mehrheit innerhalb der Arbeiterklasse dar. Jeans und T-Shirt, Schlips und Anzug sind dem Blaumann gewichen. Nicht mehr unter Tage, sondern vorm Computermonitor verkaufen Arbeitnehmer heute ihre Arbeitskraft.

Anderseits haben sich einige grundsätzliche Aspekte seit der Frühzeit der Gewerkschaftsbewegung im 19. Jahrhundert nicht verändert. Sich darauf zu besinnen könnte zur Stärkung der heutigen Gewerkschaftsbewegung beitragen. Denn sie steckt seit einigen Jahren in der Krise. Seit den neunziger Jahren haben die deutschen Gewerkschaften über vier Millionen Mitglieder verloren. Zentrale Errungenschaften - wie der Flächentarifvertrag oder die 35-Studen-Woche - werden nach und nach von den Arbeitgebern ausgehöhlt. Zwei, die sich schon sehr früh mit der damals neuen Form von Arbeiterorganisierung auseinandergesetzt haben, waren Karl Marx und Friedrich Engels. Vieles, was sie geschrieben haben, besitzt auch heute noch Gültigkeit und könnte den Gewerkschaften als Leitfaden dienen.

Kampforganisation der Klasse
Die Gründung der ersten Gewerkschaften 1829 in England war eine Reaktion von Arbeitern auf ihre Ausbeutung im frühen Kapitalismus. Friedrich Engels beschrieb die Arbeits- und Lebensbedingungen des englischen Proletariats im Jahr 1845 in dem Buch „Die Lage der arbeitenden Klasse in England". Gleichzeitig untersuchte er die Erfahrungen von Arbeitern, die sich zusammenschlossen, um gemeinsam für ihre Interessen zu kämpfen. Er schreibt: „Man wird fragen, weshalb denn die Arbeiter in solchen Fällen, (...) die Arbeit einstellen? Einfach, weil sie gegen die Herabsetzung des Lohns und selbst gegen die Notwendigkeit dieser Herabsetzung protestieren müssen, weil sie erklären müssen, dass sie, als Menschen, nicht nach den Verhältnissen sich zu schicken, sondern dass die Verhältnisse sich nach ihnen, den Menschen, zu richten haben; weil ihr Stillschweigen eine Anerkennung dieser Verhältnisse, eine Anerkennung sein würde des Rechtes der Bourgeoisie, während guter Handelsperioden die Arbeiter auszubeuten und sie in schlechten Zeiten verhungern zu lassen. Die Arbeiter müssen dagegen protestieren, solange sie noch nicht alles menschliche Gefühl verloren haben (...)."

Für Marx und Engels machten die kapitalistischen Machtverhältnisse die Taktik des gewerkschaftlichen Zusammenschlusses zu einer Notwendigkeit für die Arbeiterklasse. Denn die Interessen von lohnabhängig Beschäftigten nach einem gerechten Lohn und die des Unternehmers nach einem möglichst hohen Profit stehen in einem unüberbrückbaren Widerspruch zu einander. Doch indem sich Arbeiternehmer in Gewerkschaften organisieren, stehen sie dem Kapital nicht mehr ohnmächtig gegenüber. Engels erklärt: „Wenn aber die Arbeiter eines ganzen Gewerbes eine mächtige Organisation bilden (...) und sich dadurch in die Lage versetzen, als eine Macht mit den Unternehmern zu verhandeln, dann und nur dann haben die Arbeiter Aussicht, wenigstens das bisschen zu erhalten, das bei der ökonomischen Struktur der gegenwärtigen Gesellschaft als ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk bezeichnet werden kann. (...) Nur die Furcht vor den Trade Unions [Gewerkschaften] kann den Kapitalisten zwingen, dem Arbeiter den vollen Marktwert seiner Arbeitskraft zu zahlen." Durch ihre Stellung im Produktionsprozess besitzen lohnabhängig Beschäftigte eine Waffe gegen die Schikanierung und Ausbeutung durch ihren Arbeitgeber. Wenn sie kollektiv streiken, liegt die gesamte Produktion lahm. Da die Ausbeutung der Beschäftigten in der Produktion die Grundlage des Profits ist, trifft ein Streik die Unternehmer an ihrer schwächsten Stelle.

Marx und Engels waren der Ansicht, dass die Gewerkschaften dabei helfen die durch die Konkurrenz in die Arbeiterklasse verursachten Spaltungen zu überwinden. Engels hierzu: „Was aber diesen Assoziationen [Gewerkschaften] und den aus ihnen hervorgehenden Turnouts [Streiks] die eigentliche Wichtigkeit gibt, ist das, dass sie der erste Versuch der Arbeiter sind, die Konkurrenz aufzuheben. Sie setzen die Einsicht voraus, dass die Herrschaft der Bourgeoisie nur auf der Konkurrenz der Arbeiter unter sich beruht, d.h. auf der Zersplitterung des Proletariats, aus der Entgegensetzung der einzelnen Arbeiter gegeneinander. Und gerade weil sie sich, wenn auch nur einseitig, nur auf beschränkte Weise gegen die Konkurrenz, gegen den Lebensnerv der jetzigen sozialen Ordnung richten, gerade deshalb sind sie dieser sozialen Ordnung so gefährlich. Der Arbeiter kann die Bourgeoisie und mit ihr die ganze bestehende Einrichtung der Gesellschaft an keinem wunderen Fleck angreifen als an diesem."

Das gilt auch noch heute für jeden Bereich der Wirtschaft. Dies zeigte beispielsweise der Streik der Lokführer. Nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bedeutete alleine ein Vollstreik des Güterverkehrs einen wirtschaftlichen Ausfall von bis zu 500 Millionen Euro pro Tag. Diese ökonomische Funktion des gewerkschaftlichen Kampfes war ein Grund, weshalb Marx und Engels die Gründung von Gewerkschaften befürworteten. Ihnen war klar, dass der gewerkschaftliche Kampf nicht den Kapitalismus als ganzes abschaffen würde. Trotzdem täten die Gewerkschaften „gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals", so Marx.

Klasse für sich
Ein weiterer Grund warum Marx und Engels sich positiv auf Gewerkschaften und Streiks bezogen, hing mit ihrer Vorstellung davon zusammen, wie sich in der Arbeiterklasse Klassenbewusstsein entwickelte. Oder wie Marx es ausdrückte: wie die Arbeiterklasse von einer „Klasse an sich" zu einer „Klasse für sich" werden konnte - einer Klasse, die sich ihrer eigenen Lage im Kapitalismus bewusst ist und auf seine revolutionäre Überwindung hinarbeitet. Im Zentrum dieser Überlegung steht die Selbstemanzipation der Arbeiter. Marx und Engels schreiben in einem Brief an die Mitbegründer der SPD Wilhelm Liebknecht und August Bebel: „Wir haben bei der Gründung der Internationalen ausdrücklich den Schlachtruf formuliert: Die Befreiung der Arbeiterklasse muss das Werk der Arbeiterklasse selbst sein. Wir können also nicht zusammengehen mit Leuten, die es offen aussprechen, dass die Arbeiter zu ungebildet sind, sich selbst zu befreien und erst von oben herab befreit werden müssen durch philanthropische Groß- und Kleinbürger."

Wie aber können Sozialisten erwarten, dass die Arbeiterklasse mit ihrem teilweise rückständigen Bewusstsein den Kapitalismus stürzen wird? Die Antwort von Marx und Engels darauf war: Die Arbeiterklasse muss sich selbst verändern, bevor sie die Macht übernehmen kann. Aber diese Veränderung entsteht nicht durch die Aktionen von einzelnen Führungspersönlichkeiten, durch den Entwurf des richtigen Programms einer Partei oder den genauen ausgearbeiteten Plan einer Gruppe Intellektueller. Die Masse der Arbeiter werden, wie es der amerikanische Marxist Hal Draper ausdrückt, „nur durch den eigenen Kampf zum Regieren geeignet werden - eine Reihe von Kämpfen gegen unerträgliche Umstände, um die Umstände zu ändern und deshalb sich selbst zu ändern."

Die Masse der Arbeiter und Angestellten lernt in erster Linie nicht aus Büchern, sondern durch den gemeinsamen Kampf. In ihrer Schrift „Die deutsche Ideologie" verdeutlichen Marx und Engels diese Vorstellung. Ihr Auffassung war es, „dass sowohl zur massenhaften Erzeugung dieses kommunistischen Bewusstseins wie zur Durchsetzung der Sache selbst eine massenhafte Veränderung der Menschen nötig ist, die nur in einer praktischen Bewegung, in einer Revolution vor sich gehen kann; dass also die Revolution nicht nur nötig ist, weil die herrschende Klasse auf keine andere Weise gestürzt werden kann, sondern auch, weil die stürzende Klasse nur in einer Revolution dahin kommen kann, sich den ganzen alten Dreck vom Halse zu schaffen und zu einer neuen Begründung der Gesellschaft befähigt zu werden."

Marx und Engels sahen die Gewerkschaften als erste Klassenorganisationen der Arbeiter. Sie sahen die Gewerkschaften als Orte, in denen die Arbeiterklasse beginnt sich zu organisieren und unabhängig als Klasse zu handeln. In den gewerkschaftlichen Kämpfen üben die Arbeiter sich gegen die Herrschaft des Kapitals zu behaupten. Sie lernen, neben dem ökonomischen auch den politischen Kampf zu führen. Hierin liege zugleich der Keim für die Schaffung einer wirklich demokratischen Gesellschaft, die sich nach den Bedürfnissen der Menschen richtet und nicht nach der Profitlogik. Denn im gemeinsamen Kampf erfahre man gemeinsame Stärke, Solidarität. Dies ist das Grundprinzip jeder gewerkschaftlichen Aktion. Ohne Solidarität würde jeder Streik scheitern. Die Beteiligten merken, dass jeder von ihnen nicht nur ein kleines Rädchen ist. Das daraus entstehende Selbstbewusstsein ist die emanzipatorische Kraft, vor der sich die Mächtigen dieser Welt so fürchten.

Kleinkrieg statt Befreiung
Wegen dieser Stärken treten Arbeiter auf der ganzen Welt in Gewerkschaften ein. Sie bezahlen einen Teil ihres Lohns für die Gewerkschaft und sorgen so dafür, dass diese kampffähig bleibt. Im Vergleich zu Marx' und Engels' Zeiten sind die Gewerkschaften heute riesige Organisationen. Weltweit sind etwa 170 Millionen gewerkschaftlich organisiert. Objektiv gesehen ist das Potential für eine gewerkschaftliche Organisierung sehr groß. Mehr Menschen als jemals zuvor leben unter dem Zwang, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu müssen.

Viele Dinge wurden in der Vergangenheit von den Arbeitern mit Hilfe der Gewerkschaften erkämpft: Arbeitsverträge mit geregelter Arbeitszeit und festem Gehalt, Überstundenzuschläge, bezahlte Pausen und Urlaubs- und Weihnachtsgeld, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Maßnahmen zur Sicherheit am Arbeitsplatz. Trotz dieser vergangenen Erfolge und der zahlenmäßigen Stärke haben Gewerkschaften auch drei grundsätzliche Schwächen. Zum einen beschränken sie sich darauf die Lebensbedingungen der Arbeiter im Kapitalismus zu verbessern und kämpfen nicht für seine Abschaffung. Marx schrieb in seinem Werk „Lohn, Preis, Profit": Die Gewerkschaften, „verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse."

Zum anderen sind sie nicht Organisationen der gesamten Arbeiterklasse sondern nur eines Teils der Klasse. Oft organisieren sie nur bestimmte Berufsgruppen und spiegeln damit die Spaltungen innerhalb der Arbeiterklasse im Kapitalismus wieder - zwischen Angestellten, Arbeitern und Beamten, zwischen den einzelnen Berufsgruppen und auch zwischen Arbeitsplatzbesitzern und Arbeitssuchenden. Das prägt die gewerkschaftliche Politik genauso wie die Tatsache, dass die Gewerkschaft eine breite Masse von Arbeitern mit ganz unterschiedlichem Bewusstsein zusammenbringt. Leo Trotzki meinte hierzu: „Je breiter die Massen, desto leichter fällt es der Gewerkschaft ihre Aufgabe zu vollbringen. Aber was die Organisation an Breite gewinnt, verliert sie unausweichlich an Tiefe. Opportunistische, nationalistische, religiöse Neigungen innerhalb der Gewerkschaften und ihrer Führung bringen die Tatsache zum Ausdruck, dass die Gewerkschaft nicht nur den Vortrupp umfassen, sondern auch die schwerfälligen Reserven. Die schwache Seite der Gewerkschaften kommt also von ihrer starken Seite."

Diese beiden Schwächen führen zu einer dritten. Die Gewerkschaften, die Gewerkschaftsfunktionäre und oft auch eine die Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder, akzeptieren die ideologische Trennung zwischen Politik und Ökonomie. Die Gewerkschaften sind demnach nur zuständig für den ökonomischen Schutz der Arbeiter. Für politische Fragen sind die Parteien zuständig. Nicht nur in Deutschland ist diese Arbeitsteilung historisch zwischen der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften gewachsen. Der britische Marxist Tony Cliff schreibt dazu: „Die Ausdehnung des Kapitalismus durch den Kapitalismus machte es für die Gewerkschaften und die sozialdemokratischen Parteien möglich, Zugeständnisse für die Arbeiter vom Kapitalismus zu entreißen, ohne ihn zu stürzen. Das führt zur Entstehung einer großen reformistischen Bürokratie, die wiederum als Bremse gegen revolutionäre Tendenzen der Arbeiterklasse wirkt. (...) Diese Bürokratie will den Kapitalismus nicht stürzen sondern prosperieren lassen. Sie sieht in den Arbeiterorganisationen keine revolutionäre Kraft, sondern ein reformistisches Druckmittel. Diese Bürokratie ist der wichtigste Ordnungsfaktor der Arbeiterklasse im Interesse der Kapitalisten. Sie ist eine zentrale konservative Kraft im modernen Kapitalismus." In diesem Kontext spricht der Gewerkschaftstheoretiker Rainer Zoll vom „Doppelcharakter der Gewerkschaften". Zoll zufolge bilden die Gewerkschaften „eine Gegenmacht der Arbeiter zur Macht des Kapitals, aber sie sind auch Ordnungsfaktor, denn sie organisieren die Arbeiter - und das heißt: ‘ordnen' sie -, sie kanalisieren ihre Wut, ihre Revolte und ihre Ohnmacht. Ordnungsfaktor und Gegenmacht - das ist keine Alternative gewerkschaftlicher Existenz, denn Gewerkschaften sind immer beides"

Dieser Doppelcharakter von Gegenmacht und Ordnungsfaktor entsteht aus der Rolle der Gewerkschaften als Vermittler zwischen den zwei Hauptklassen im Kapitalismus. Um als Vermittler auftreten zu können, bedarf es einer Arbeitsteilung innerhalb der Gewerkschaften zwischen der Masse der Arbeiter und Personen, die ihre Zeit mit Verhandlungen mit den Arbeitgebern verbringen: den Gewerkschaftsfunktionären. Letztere haben eigene Interessen, die sie nicht automatisch im Einklang mit den Arbeitern verfolgen. Höhere Gewerkschaftsfunktionäre verdienen wesentlich besser als die normalen Gewerkschaftsmitglieder und pflegen einen anderen Lebensstil. Ihr eigenes Schicksal sehen sie in erster Linie mit den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen verbunden. Im Zweifelsfall, das zeigt die Geschichte, werden sie die bestehenden Verhältnisse verteidigen. Der Widerspruch von Gegenmacht und Ordnungsfaktor prägt die Gewerkschaften bis heute und führt immer wieder zu Spannungen zwischen der Gewerkschaftsbürokratie und den Basismitgliedern. Es ist jedoch wichtig, die Gewerkschaftsbürokratie nicht als homogen Block zu betrachten: Gewerkschaftsfunktionäre befinden sich in verschiedenen Branchen unter unterschiedlichem Druck durch Basis und Unternehmer. Auch ihre politischen Einstellungen spielen eine Rolle.

Die Gewerkschaften sind also weit entfernt davon, einen monolithischen Block zu bilden. Sie sind vielmehr ein Ort ständiger Diskussionen um unterschiedlicher Positionen. Die heutigen Gewerkschaften sind wie gefesselte Riesen mit teilweise stark erschlafften Muskeln und schlechter Koordination. Große Teile des Körpers und der Zellen haben vergessen, welche Kraft der Riese entwickeln kann. Um wieder Muskeln zeigen zu können, müssen sie zu ihren Wurzeln zurückkehren und wieder zu Organisationen des Klassenkampfes werden. Aktivistinnen und Aktivisten der neue Linken können dabei eine wichtige Rolle spielen: Indem sie die sozialpartnerschaftliche Orientierung der Gewerkschaftsführungen entgegentreten und sich für den Aufbau und die Stärkung von Basisstrukturen wie beispielsweise Vertrauensleutekörperschaften und unabhängigen Betriebszeitungen in den Betrieben einsetzten.
 
 
 
AKTUELLES HEFT
marx21, Heft 25, April – Juni 2012: Titelthema: Occupy! Wir sind alle Griechen.

marx21-Magazin abonnieren


Jetzt spenden für marx21
VOR ORT

marx21-Veranstaltungen

marx21-campus
SOCIAL MEDIA

RSS-Feed

marx21-Twitter

marx21 bei Facebook

FOTOS: marx21 bei Flickr

VIDEOS: marx21 bei YouTube

VIDEOS: marx21 bei Vimeo

NEWSLETTER

Um den marx21-Online-Newsletter zu erhalten, trage deine E-Mail-Adrese hier ein. Du erhälst dann eine Mail von uns mit einem Bestätigungslink...




TERMINE

16. bis 19. Mai:
Blockupy: Widerstand gegen das Spardiktat von Troika und Regierung – Für internationale Solidarität und Demokratisierung aller Lebensbereiche, Frankfurt am Main

07.- bis 10. Juni:
»MARX IS MUSS«-Kongress in Berlin.

17.- bis 19. August: »Sommerakademie« der Sozialistischen Linken.


Weitere Termine ...