Atomkraftgegner bleiben am Ball: Nach den großen Protesten gegen längere Laufzeiten für Kernkraftwerke im September und Oktober machen Aktivisten nun bundesweit mit Flashmobs auf die Gefahren der Nuklearenergie aufmerksam.
Die derzeit wöchentlich
stattfindenden Flashmobs von Atomkraftgegnern breiten sich aus. In 50
Städten werden am morgigen Samstag entsprechende Aktionen
stattfinden, berichtet die bundesweite Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt. Sie hat für alle Adventssamstage zu derartigen
Protesten aufgerufen.
Ein Flashmob ist eine kurze, über das Internet
oder per SMS verabredete öffentliche Aktion von Menschen, die sich
vorher nicht kennen müssen (mehr zu Flashmobs).
Tödliches Risiko
Für den »Stör-Fall-Mob«
treffen sich die Aktiven genau um »fünf Minuten vor zwölf« Uhr
auf belebten öffentlichen Plätzen und sinken kurz darauf
wie tot zu Boden. Sie halten dabei Schilder mit dem
Radioaktivitätszeichen in den Händen. Damit warnen sie vor den
tödlichen Risiken der Atomkraft. Nach zwei Minuten stehen sie auf,
gehen auseinander und lassen die Strahlenzeichen
zurück.
»Atomkraftwerke können tödlich für Abertausende
sein. Wenn die schwarz-gelbe Bundesregierung weiter auf Atomenergie
setzt, verlängert sie damit auch das immense Risiko«, erklärt
Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt.»Wir fordern die
Stilllegung der Reaktoren, denn nur ein
abgeschaltetes AKW ist ein
sicheres AKW.«
Die Aktionen finden morgen bereits zum
dritten Mal in Folge bei wachsender Beteiligung statt. Am ersten
Adventssamstag gab es Flashmobs in 23 Städten, am vergangenen
Samstag in 36 Städten. Diesmal sind schon 50 Städte dabei. Auch am
19. Dezember werden die „Stör-Fall-Mobs"
fortgesetzt.
»Stör-Fall« beim UN-Klimagipfel
Erstmals wird morgen auch im
Ausland ein Stör-Fall-Mob stattfinden. Anlässlich der
UN-Klimakonferenz in Kopenhagen wird es eine entsprechende Aktion in
der dänischen Hauptstadt geben. Dort wollen die Aktivisten deutlich
machen, dass Atomenergie keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann,
da sie den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien bremst.
Atomkraft - Es sollte beim »Nein Danke« bleiben:Kann mit
Atomstrom das Klima gerettet werden? Ist Atomstrom billig? Sind
erneuerbare Energien zu teuer? marx21 beantwortet Fragen, die immer
wieder in den Energiedebatten auftauchen.